Aspekte zur Elternschaft bei Gewalttätigkeiten innerhalb der Familie
Im Rahmen der vom Amt für Familie, Frau und Jugend der Stadtgemeinde Bozen initiierten Fortbildungsreihe "Ein gemeinsames NETZwerk gegen geschlechtsspezifische Gewalt" findet am Donnerstag, den 10. Juni 2010 in Bozen eine Tagung zum Thema "Aspekte zur Elternschaft bei Gewalttätigkeiten innerhalb der Familie" statt. Am Nachmittag steht ein weiteres Netzwerktreffen der Dienststellen gegen Gewalt der Stadt Bozen auf dem Programm.

Die Initiative des Sozialassessorates und des Assessorats für Chancengleichheit des Amtes für Familie, Frau und Jugend wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Betrieb für Sozialdienste Bozen (B.S.B.), den Vereinen Gea, Frauen Nissà und La Strada-Der Weg ins Leben gerufen. Die Projektgruppe hat sich das ehrgeizige Vorhaben "Schaffung und Konsolidierung eines städtischen Netzwerks gegen Gewalt an Frauen" zum Ziel gesetzt. Dies ist bereits der 12. Vertiefungs- und Fortbildungstag im Rahmen dieses Projektes.
Programm:
Seminar von 9 bis 12.30 Uhr, im Josefsaal des Kolpinghauses, Adolph-Kolping-Str. 3, Bozen.
Schwerpunkt des Treffens: Schädigung und eine mögliche Wiedererlangung der Mutter- und Vaterrolle in Situationen von häuslicher Gewalt
Vier Fachleute werden das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten:
Giuditta Anna Saba, Psychologin, Psychotherapeutin, Mitarbeiterin Verein Artemisia (FI) – Bereich Minderjährige, Beraterin der Justizbehörde, referiert über
"Die Bedeutung des Netzwerkes bezüglich der Wiederherstellung der Identität und der Mutterrolle bei häuslicher Gewalt"
Annalisa Di Luca, Psychologin, Familienpsychotherapeutin, CBM – Mailand, referiert über
"Die Erwachsenen heilen, um sich um die Kleinen zu kümmern"
Margit Fliri Sabbatini, Leitende Staatsanwältin beim Jugendgericht in Bozen, referiert über
"Einschränkende Maßnahmen der elterlichen Verantwortung zum Schutz der Minderjährigen"
Die Diskussion und die Schlussfolgerungen werden von
Giuliana Franchini Maiolo, Psychologin, Psychotherapeutin, Verantwortliche vom Projekt "Pollicino" – Il Germoglio Center Bozen geleitet.
14 bis 17 Uhr, Josefsaal/Kolpinghaus:
12. Netzwerktreffen der Dienststellen gegen Gewalt der Stadt Bozen
Es wird von einem theoretischen Ansatz ausgegangen, welcher dazu beitragen soll, sowohl den Austausch als auch die Diskussion zu beleben. Zielsetzung ist die Gründung eines operativen Netzwerkes von Dienststellen, die alle öffentlichen und privaten Organisationen und sozialen Bereiche, die sich in der Stadt mit Vorbeugungsmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Minderjährige beschäftigen, einschließen.
Das Treffen wird von der Beraterin
Nadia Pavanello geleitet. Alle Fachleute von Körperschaften, Vereinen und Diensten, die sich aus verschiedenen Gründen an den Maßnahmen, welche der Gewalt an Frauen entgegenwirken, beteiligen, sind herzlich dazu eingeladen.
Das nächste Treffen des Netzwerks findet am
Donnerstag, den 30. September 2010 zum Thema
"Die Folgen der häuslichen Gewalt auf die Gesundheit der Frauen" statt.
Weitere Informationen:
Gemeinde Bozen - Amt für Familie, Frau und Jugend
Rathaus - 2. Stock
Gumergasse 7
39100 Bozen
Ansprechpartnerin:
Alessandra Merler
Tel: 0471/997 335
E-Mail:
netzgegengewalt@gemeinde.bozen.it