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ArbeitnehmerInnensurvey 2008: "Gender - Differenzen innerhalb der abhängig Beschäftigten in Südtirol"

Die Publikation "Gender - Differenzen innerhalb der abhängig Beschäftigten" des Arbeitsförderungsinstituts AFI-IPL nimmt die Hauptunterschiede zwischen Frauen und Männern in Bezug auf Arbeitszeit, Entlohnung sowie wichtige Aspekte am Arbeitsplatz unter geschlechtsspezifischem Gesichtspunkt unter die Lupe.

Bei einer Analyse der Arbeitszeit gehe in erster Linie hervor, wie AFI-Mitarbeiterin und Studienautorin Silvia Vogliotti in ihrem Vorwort schreibt, dass die Teilzeitarbeit noch eine unbestrittene Domäne der Frauen sei. So arbeiten 47% der befragten Frauen bei verkürzter Arbeitszeit, bei den Männern seien es nur 4%. Kinder bedingen in schwerwiegender Weise die Inanspruchnahme der verkürzten Arbeitszeit. 12% der Frauen ohne Kinder gehen einer Teilzeittätigkeit nach, bei den Frauen mit Kindern betrage der Anteil 64%. Die Frauen nehmen die Teilzeitarbeit in Anspruch, um Familie und Beruf zu vereinbaren (83% der Arbeitnehmerinnen mit Kindern haben diese Art der Arbeitszeit nach eigenen Angaben gewählt, um die Kinder betreuen zu können). Es handele sich dabei um die bevorzugte Beschäftigungsweise bei den Frauen der mittleren Altersklassen (53% der Dreißigjährigen arbeiten mit verkürzter Arbeitszeit, bei den Vierzigjährigen sind es 67% und bei den Fünfzigjährigen 46%).

Weit verbreitet sei die Teilzeitarbeit im öffentlichen Dienst (ein Drittel der Arbeitnehmerinnen). Diese Art der Arbeit werde jedoch auch in einigen Sektoren der Privatwirtschaft in Anspruch genommen (Fremdenverkehr, personenbezogene Dienstleistungen und Handel) und sei insbesondere bei den Angestellten und einfachen Arbeiterinnen verbreitet.

Aus der Untersuchung nach monatlichen Nettoeinkommensklassen gehe hervor, dass Frauen viel häufiger (31%) unter die Schwelle von 1000 Euro fallen als Männer (3%), die weitaus stärker in den Lohnklassen über 1200 Euro pro Monat vertreten seien. Ausgeprägte Geschlechterunterschiede zeigen sich auch, wenn nur die Vollzeitangestellten berücksichtigt werden: 9% Vollzeitarbeitnehmerinnen beziehen weniger als 1000 Euro pro Monat, bei den Männern sind es nur 2%.


Mehr dazu lesen Sie in der Publikation "Gender - Differenzen innerhalb der abhängig Beschäftigten in Südtirol".



Weitere Informationen:
Arbeitsförderungsinstitut AFI-IPL
Neubruchweg 5/B/VII
39100 Bozen

Dr.in Silvia Vogliotti
Tel: 0471/061 952
E-Mail: silvia.vogliotti@afi-ipl.org
Link: www.afi-ipl.org





PT - 30.01.09