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Anita Pichler: Ein Abend mit Bruna Dal Lago Veneri und Renate Mumelter

Ein Platz im neuen Bozner Stadtviertel Casanova wird nach der Schriftstellerin Anita Pichler benannt, welche 1997 im Alter von 49 Jahren in Bozen gestorben ist. Eine Hommage der Stadt Bozen an die Welt der Poesie. Die Schriftstellerin Bruna Dal Lago Veneri und die Journalistin Renate Mumelter werden am Freitag, den 23. April 2010 ab 17.30 Uhr in der Stadtbibliothek einen Einblick in Anita Pichlers Leben und Werk geben und ihre Beziehung zur Stadt Bozen beleuchten.

Am 6. April 1997 ist Anita Pichler 49-jährig in Bozen gestorben. Sie war die erste Südtiroler Schriftstellerin der Nachkriegszeit, die über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde. 1986 hatte sie am Ingeborg Bachmann Wettbewerb in Klagenfurt teilgenommen, im gleichen Jahr erschien ihre erste Erzählung "Die Zaunreiterin" bei Suhrkamp (mit dem ursprünglichen Titel "Haga Zussa" 2004 im Folio-Verlag neu erschienen). Anita Pichler hat mit dieser Erzählung sowohl formal als auch von der Rezeption her für eine Zäsur in der Südtiroler Literatur gesorgt.

Nach einer Kindheit zwischen Schenna, Meran und Sulden, dem Studium in Venedig und Prag lebte Anita Pichler zwischen Berlin, Venedig, Wien, Bozen und ihrer Bergheimat Sulden. Nach Erscheinen ihrer ersten Erzählung gab sie ihren "Brotberuf" als Lektorin an der Universität Venedig auf und lebte für das Schreiben und - so gut es ging - vom Schreiben. 1989 erschien die Erzählung "Wie die Monate das Jahr" bei Suhrkamp, 1992 "Die Frauen aus Fanis", 1995 "Beider Augen Blick. Neun Variationen über das Sehen" beide Haymon Verlag, Innsbruck. 1995 verlegte sie krankheitsbedingt ihren Lebensmittelpunkt nach Bozen. Letzte Lesung im September 1996 im Stift Stams: "Das Herz" mit Musik von Haymo Wisser.


 


stadt bozen - 20.04.10