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Netzwerk Frauen-Arbeit Salurn veranstaltet Frauenstammtisch jeden ersten Samstag im Monat

Das "Netzwerk Frauen-Arbeit – Rete donne-lavoro" trifft sich jeden ersten Samstag im Monat, von 10 Uhr bis 11 Uhr, in der Bar Morandini in Salurn. Alle Interessenten/innen sind herzlich dazu eingeladen.

In geselliger Runde werden Informationen über aktuelle Ereignisse, Themen und Veranstaltungen, welche besonders Frauen betreffen, ausgetauscht. Weiters möchte das Netzwerk Frauen-Arbeit Salurn eine statistische Erhebung der Frauenbeschäftigungen im Dorf durchführen. Zielgruppe sind Frauen, die in Salurn geboren und/oder ansässig und zwischen 1945 und 1980 geboren sind.

In jeder Ausgabe der "Salurner Klause" wird von jedem Jahrgang eine besondere Frau vorgestellt, die beim jeweils vorhergehenden Treffen genannt wird. Diese Frauen müssen sich nicht unbedingt beruflich oder gesellschaftlich auszeichnen, sondern in ihrem Leben einfach etwas Besonderes leisten, entweder in ihrem familiären oder in ihrem gesellschaftlich-beruflichen Umfeld.

Die wahren Stärken der Frauen liegen vielfach darin, im Hintergrund vieles zu organisieren. Dabei haben gerade Frauen, dank ihrer angeborenen Fähigkeit, sich flexibel auf andere Menschen und rasch wechselnde Situationen einzustellen, die ganz besondere Gabe, sich öffentlich zu engagieren.



 
Christine Ochsenreiter, geb. Juli 1957

Der Bereich Weinwirtschaft ist auch heute noch mehrheitlich in Männerhand. Was die Produktion anbelangt, so ist dies auch am "Hausmannhof" in Buchholz so. Doch steckt bekanntlich hinter jedem starken Mann eine starke Frau.

Christine Ochsenreiter macht mehr oder weniger alles im Betrieb, was mit Kundenkontakt, Lieferungen und Bürokratie zu tun hat. Sie steht ihrem Mann Luis zur Seite, wenn es um Neuerungen im Herstellungsverfahren geht. So wurde der Betrieb nun vollständig auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Christine sagt von sich selbst, sie habe gerne mit Leuten zu tun. Ständig unterwegs in allen Teilen Deutschlands und Italiens, ist es für sie eine Genugtuung und Freude, die Qualitätsprodukte wie den berühmten "Haderburg Sekt" oder den Blauburgunder "Hausmannhof" zu vermarkten.

Christine war schon von klein auf gewohnt, mit Menschen umzugehen, führte ihr Vater doch für mindestens 20 Jahre die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft in Salurn. Als Jugendliche war sie in vielen Vereinen, von der Musikkapelle, über die Bauernjugend bis hin zum Fußballverein, tätig. Aber auch in ihrer Freizeit genießt sie es, mit Freunden einen "Watter" zu machen, zu plaudern, gut zu essen und zu trinken.

Auf die Frage, wie sie Familie, Hof und Betrieb unter einen Hut bringe, antwortet sie: "Ich delegiere bestimmte Aufgaben, es ist für mich jedoch schwer, das abzutreten, was ich selbst gerne erledigen möchte." Kreativität und Abwechslung spielen in ihrem Tagesablauf eine wesentliche Rolle. Stets ein Ziel vor Augen, empfindet sie es als Glück, einen Mann kennengelernt zu haben, der im Leben etwas erreichen wollte. "Dadurch habe auch ich etwas erreicht und wir haben zusammen unsere Ideen in die Tat umgesetzt."



Angelika Tengler