La descrizione delle associazioni è in lingua originale. Ne presentiamo di italiane, tedesche e miste: ci è sembrata una scelta migliore non tradurre le storie inviate.
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RARITI - Webatelier in Meran

Frauengenossenschaft in Meran
Kennengelernt haben wir uns durch einen ESF Lehrgang „Weben mit Naturfasern“in Schloss Goldrain 1998. Die Zielsetzung des Lehrgangs war Frauen zu Textilfachfrauen auszubilden und die heimischen Rohfasern, wie die Schafwolle, durch fachgerechte Verarbeitung aufzuwerten. Im Rahmen dieses Lehrgangs, der 900 Stunden umfasste, wuchsen wir in einer Gemeinschaft von 13 Frauen zu einer aktiven und anspruchsvollen Gruppe zusammen, die sich immer wieder selbst forderte.

Einigen von uns war der Gedanke und der Wunsch geboren, auch nach dem Abschluss des Lehrgangs „Weben mit Naturfasern“, in diesem Bereich weiterzuarbeiten.
Eine kleine Gruppe traf sich weiterhin, um „am Faden“ zu bleiben. Ein paar machten auch die Gesellenprüfung, doch eine Realisierung unserer Pläne schien in weiter Ferne zu liegen.
Durch Zufall erfuhr eine Kollegin von einem Lehrgang für Frauen „Endlich erfolgreich“.
Hier lernten wir, wie man Ideen Schritt für Schritt realisiert, um daraus ein Projekt zu starten.

Am 17. Mai 2002 gründeten wir unsere Genossenschaft „RARITI“ und fanden Räumlichkeiten in der Alpinistraße 29, Meran, die wir renovieren mussten.
RARITI steht für rares Handwerk, für handgewobene Textilien aus Naturfasern wie Wolle, Leinen, Hanf und Baumwolle.
Viel Arbeitseinsatz wurde uns abverlangt, doch das gute Auskommen untereinander und die Freude an unserer Arbeit hat uns immer wieder Kraft und Schwung gegeben. Ebenso die Unterstützung von Seiten unserer Familien.
Endlich, am 5. Oktober 2002, konnten wir unsere Textilwerkstatt und das dazugehörende Geschäft feierlich eröffnen.

Wir haben auf unserem Weg in die Selbstständigkeit immer wieder erfahren, wie uns Menschen mit Rat und Tat zur Seite standen und durch Gespräche, Diskussionen und durch den Einbezug eines immer größer werdenden Kreises Interessierter Energien frei setzte, die es uns ermöglichten, unsere Ideen zu realisieren.
Unsere Arbeit umfasst neben dem Weben am Handwebstuhl auch eine Sensibilisierungsarbeit nach Außen, unter Einbezug von Kindergärten und Schulen, sowie durch Märkte und Ausstellungen. Außerdem bieten wir die Möglichkeit an, unter unserer Anleitung einen Teppich zu weben, oder an unserer Spinnrunde teilzunehmen.

Ein Zufall hat eine Journalistin von „Casaviva“ auf uns aufmerksam gemacht, ihr Artikel in oben genannter Zeitschrift hatte eine rege Nachfrage aus ganz Italien zur Folge, die für uns recht überraschend kam.
Wir versuchen, uns den täglichen Anforderungen zu stellen, und haben gelernt, unsere Stärken und Schwächen besser einzuschätzen und dadurch auch besser einzusetzen.

Wir sind davon überzeugt, dass das Erlernen textiler Fertigkeiten für alle Altersstufen nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist, sondern darüber hinaus eine starke soziale Kompetenz beinhaltet, Entspannung bietet, Gemeinschaft anbietet und die Entfaltung der Kreativität fördert.
Der Umgang mit Weben, Filzen, Spinnen und dem Färben von Wollen mit natürlichen Pflanzen fördert das seelische Gleichgewicht, ein Geschenk aus unserem Atelier die Beziehung zwischen den Menschen.
HP - 26.07.2004